Vom Baukasten zur individuellen Website
Was vor einem Wechsel von Jimdo oder einem anderen Baukasten geklärt werden sollte – damit Inhalte, Domain und wichtige Verbindungen mitgedacht werden.

Du möchtest deine Jimdo-Website oder einen anderen Baukasten-Auftritt neu gestalten, aber deine Adresse, E-Mails und wichtigen Inhalte behalten? Dann beginnt der Wechsel mit einer Übersicht über das, was heute zusammenhängt. Ein neues Design ist ein Teil dieser Arbeit. Entscheidend ist, welche Inhalte und Verbindungen anschließend weiter funktionieren müssen.
Hier bereitest du den Umzug mit einer Bestandsliste, einer Zuordnung alter und neuer Seiten und einer nachvollziehbaren Freigabe vor. Das fiktive Beispiel ist ein kleiner Dienstleistungsbetrieb mit mehreren Leistungsseiten, einem Anfrageformular und einer E-Mail-Adresse unter der eigenen Domain. Du kannst die Schritte an deinen tatsächlichen Bestand anpassen.
Erstelle eine Bestandsliste, mit der jemand arbeiten kann
Öffne deine bisherige Website und gehe durch Navigation, Footer und wichtige Links im Inhalt. Erfasse pro Seite die vollständige Adresse, das Thema, benötigte Dateien und Funktionen. Notiere zusätzlich, ob der Inhalt aktuell ist und wer ihn freigeben kann. Eine Seite mit wenig Text kann trotzdem wichtig sein, wenn sie beispielsweise im Google-Unternehmensprofil oder auf einem gedruckten QR-Code verlinkt ist.
Lege Originaltexte, Fotos, Logos und Dokumente in einer geordneten Übergabeablage ab. Prüfe für Bilder und Schriften, ob ihre Verwendung außerhalb des bisherigen Systems erlaubt ist. Fotos aus einem Baukasten-Bildangebot sind nicht automatisch frei übertragbar. Screenshots helfen beim Erinnern; für die Umsetzung werden brauchbare Originaldateien und Texte benötigt. Welche Exportwege verfügbar sind, hängt vom Anbieter und dem verwendeten Produkt ab.
Alte Adresse | Inhalt | Datei oder Funktion | Entscheidung | Verantwortlich /leistungen | Leistungsübersicht | Verlinkung zur Anfrage | überarbeiten | Inhaber /service-a | einzelne Leistung | Foto, PDF-Datenblatt | erhalten | Fachansprechpartner /kontakt | Kontaktangaben | Formular, E-Mail-Link | neu aufbauen | Inhaber
Ergänze Zugangsverantwortliche für Domain, Hosting und Postfach. Zugangsdaten gehören in einen geeigneten sicheren Übergabeweg, nicht in diese Tabelle. Damit weiß die umsetzende Person, wen sie bei einem fehlenden Zugang ansprechen muss.
- 01
Bestand erfassen
Seiten, Dateien, Rechte und Verbindungen notieren
- 02
Neu ordnen
Inhalte übernehmen, überarbeiten oder zusammenführen
- 03
Wechsel prüfen
Domain, E-Mail und wichtige alte Links kontrollieren
Eigene Darstellung: der genaue Ablauf hängt vom bisherigen System ab
Entscheide pro Inhalt, was bleiben oder besser werden soll
Beschreibe die Verbesserung anhand einer Besucheraufgabe. „Leistung A soll direkt von der Startseite erreichbar sein“ ist prüfbar. „Kontakt soll auf dem Handy ohne Suchen möglich sein“ ebenfalls. Formuliere drei solche Ziele und ordne sie den betroffenen Seiten zu. Sie geben später den Maßstab für die Vorschau vor.
Markiere jeden bisherigen Inhalt als übernehmen, überarbeiten, zusammenführen oder entfernen. Zwei ähnlich kurze Leistungsseiten können zusammenpassen. Eine detaillierte Leistungsseite mit eigenen Informationen sollte ihren Inhalt nicht verlieren, nur weil die neue Navigation kompakter werden soll. Wenn du eine Seite streichst, halte fest, ob es für deren Besucher einen passenden Ersatz gibt.
Vereinbare auch Funktionen ausdrücklich. Ein anklickbarer E-Mail-Link ersetzt kein Formular mit Pflichtfeldern. Eine statische Bildergalerie ersetzt keinen gepflegten Katalog. Schreibe für jede Funktion auf: Welche Eingabe macht der Besucher? Was passiert danach? Wer erhält oder pflegt das Ergebnis? So bleibt die Website Übernahme im gewünschten Umfang nachvollziehbar.
Halte Domain, Postfach und Seitenadressen auseinander
Die Domain ist deine Internetadresse, das Hosting liefert die Website aus und der E-Mail-Dienst betreibt das Postfach. Diese Leistungen können bei einem Anbieter liegen, aber getrennt umgestellt werden. Kläre deshalb zuerst, ob die Domain beim bisherigen Anbieter bleiben oder übertragen werden soll und wo die E-Mails weiterlaufen. Eine Website-Umstellung verlangt nicht automatisch einen Postfachumzug. Kündige einen gebündelten Vertrag erst, wenn feststeht, welche Leistungen daran hängen.
Eine technische Umstellung der Website darf die Einträge für den E-Mail-Empfang nicht versehentlich verändern. Lass die zuständige Person den geplanten Weg dokumentieren. Wenn die Domain tatsächlich den Anbieter wechselt, gehören Berechtigung, Übertragung und Zeitpunkt in diesen Plan. Der Jimdo-Leitfaden zum Website-Umzug hilft bei den Vorbereitungsfragen.
Ordne jede wichtige alte Seitenadresse einem passenden neuen Ziel zu. Bleibt die Adresse erhalten, ist häufig keine Umleitung nötig. Ändert sie sich dauerhaft, wird eine passende dauerhafte Weiterleitung eingeplant. Eine alte Leistungsseite sollte zur entsprechenden neuen Leistung führen. Die pauschale Umleitung aller Seiten zur Startseite verliert den Zusammenhang. Google beschreibt die Zuordnung und Prüfung bei Website-Umzügen.
Prüfe vor und nach dem Wechsel dieselben Aufgaben
Erstelle für die private Vorschau eine kurze Abnahmeliste. Sie enthält deine drei Ziele, wichtige Inhalte und alle vereinbarten Funktionen. Kontrolliere die Darstellung auf Handy und Computer. Teste Downloads, Telefonnummern, E-Mail-Ziele und Formulare mit einer erkennbaren Testnachricht. Ist ein echter Versand in der Vorschau absichtlich ausgeschaltet, muss dieser Funktionsnachweis vor dem abschließenden Wechsel in einer dafür geeigneten Umgebung erfolgen.
Zum vereinbarten Zeitpunkt wird der neue Stand veröffentlicht oder die Domain auf das neue Hosting gerichtet. Halte die bisherige Fassung und die bisherigen Einstellungen für eine mögliche Rückkehr gesichert. In den ersten Tagen kontrollierst du die Domain, wichtige alte Adressen, Postfach-Empfang und den Anfrageweg erneut. Ändere zusätzlich bekannte Links in Profilen oder Signaturen, wenn ihre Ziele wechseln.
Am Ende müssen drei Fragen beantwortet sein: Funktioniert der neue Auftritt? Wer pflegt Inhalte und Technik? Welche alten Leistungen können jetzt beendet werden? Ein Vertrag wird erst gekündigt, wenn der Ersatz funktioniert und seine Abhängigkeiten geklärt sind. Die Vorher-Nachher-Beispiele zeigen die gestalterische Seite einer Umstellung; die Bestands- und Prüfliste sorgt dafür, dass der praktische Übergang mitgedacht wird.
| Bereich | Vor dem Wechsel prüfen | Nach dem Wechsel kontrollieren |
|---|---|---|
| Inhalte | Aktualität und Vollständigkeit | Wichtige Seiten sind erreichbar. |
| Kontakt | Links und Formulare testen | Die vereinbarten Kontaktwege funktionieren. |
| Adressen | Alte und neue URLs zuordnen | Wichtige alte Links führen zum passenden Ziel. |
| Domain & E-Mail | Anbieter und Übergang klären | Website und Postfächer bleiben erreichbar. |
Eigene Planungshilfe: ergänzt die Abstimmung mit den zuständigen Anbietern
Häufige Fragen zum Thema
Kann meine bisherige Domain beim Wechsel erhalten bleiben?
Ein neues Websitesystem verlangt nicht automatisch eine neue Internetadresse. Kläre zuerst, wer deine Domain verwaltet und ob sie beim bisherigen Anbieter bleiben oder umziehen soll. Prüfe dabei auch die E-Mail-Postfächer. Vereinbare die notwendigen Schritte vor einer Kündigung, damit Website und E-Mail beim Wechsel zusammen berücksichtigt werden.
Was kann ich für die Bestandsaufnahme selbst vorbereiten?
Sammle die Adressen wichtiger Seiten, Originaltexte, Bilddateien und verlinkte Dokumente in einer übersichtlichen Liste. Notiere, was aktuell ist und was geändert werden soll. Halte außerdem fest, wer Domain und E-Mail verwaltet. Zugangsdaten gehören in einen geeigneten sicheren Übergabeweg, nicht in die Bestandsliste oder eine gewöhnliche Rundmail.
Was passiert mit alten Links, wenn Seiten zusammengelegt werden?
Ordne jede wichtige alte Adresse einem passenden neuen Ziel zu. Zwei bisherige Leistungsseiten können beispielsweise zu einer gemeinsamen neuen Leistungsseite führen, wenn sie dasselbe Anliegen abdeckt. Gibt es keinen passenden Ersatz, prüfe den einzelnen Fall, statt alle alten Adressen zur Startseite umzuleiten. Teste die wichtigen Verbindungen nach dem Wechsel noch einmal.



